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VerbindungstechnikLesezeit 2 Min.

M8- und M12-Rundsteckverbinder: Codierungen, Polzahlen und Anwendungen

In Automation und Maschinenbau sind M8 und M12 die Standardschnittstellen für Sensoren, Aktoren und Datenleitungen. Was die Bezeichnungen bedeuten und worauf es bei der Konfektion ankommt.

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Was M8 und M12 bedeuten

Die Bezeichnung gibt das metrische Gewinde der Überwurfmutter an: M8 steht für einen Gewindedurchmesser von 8 mm, M12 für 12 mm. Beide Bauformen sind international genormt und werden von vielen Herstellern kompatibel angeboten. M8 ist kompakter und typisch für kleine Sensoren; M12 ist robuster, bietet mehr Pole und höhere Ströme und ist die verbreitetste Schnittstelle in der Feldverkabelung.

Codierungen und Polzahlen

Die Codierung verhindert, dass Steckverbinder für unterschiedliche Anwendungen versehentlich zusammengesteckt werden. Beim M12 sind unter anderem diese Codierungen verbreitet:

  • A-Codierung: Sensoren, Aktoren und Gleichspannungsversorgung, zum Beispiel 3-, 4-, 5- oder 8-polig
  • B-Codierung: Feldbusse wie Profibus
  • D-Codierung: Industrial Ethernet bis 100 Mbit/s, 4-polig
  • X-Codierung: Ethernet bis 10 Gbit/s, 8-polig
  • Weitere Codierungen für Leistungs- und Wechselspannungsanwendungen

M8-Steckverbinder gibt es typischerweise 3-, 4-, 6- und 8-polig. Welche Codierung und Polzahl passt, legen Gerätehersteller und Anwendung fest.

Schutzart und Verriegelung

Gesteckt und verschraubt erreichen M8- und M12-Steckverbinder in der Regel mindestens die Schutzart IP67; es gibt Varianten mit höherer Schutzart für nasse und gereinigte Umgebungen. Neben der klassischen Verschraubung gibt es Schnellverriegelungen. Wichtig für die Schutzart sind eine intakte Dichtung und das richtige Anzugsdrehmoment.

Konfektionierte Leitungen mit M8 und M12

Leitungen mit M8- und M12-Steckverbindern gibt es als umspritzte Standardware und als konfektionierte Leitungen mit feldkonfektionierbaren Steckern oder Kontakten. Kundenspezifisch konfektionierte Sensor- und Datenleitungen lohnen sich, wenn Längen, Leitungstypen, Abgänge oder Kennzeichnung vom Standard abweichen oder wenn mehrere Sensoren zu einem Kabelsatz zusammengefasst werden.

Für den Maschinen- und Anlagenbau konfektionieren wir Sensor-, Daten- und Steuerleitungen, häufig mit M8-Steckverbindern. Einzelne Steckverbinder gibt es auch über powercable.de.

FAQ

Kurz beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen M8 und M12?

Die Größe: M8 hat ein 8-mm-Gewinde und ist kompakter, M12 ein 12-mm-Gewinde und bietet mehr Pole und höhere Ströme. M12 ist robuster und in der Feldverkabelung am weitesten verbreitet.

Was bedeutet A-codiert?

Die A-Codierung ist die Standardcodierung für Sensoren, Aktoren und Gleichspannungsversorgung. Die Codierung verhindert, dass Steckverbinder anderer Anwendungen, etwa Ethernet, versehentlich gesteckt werden.

Sind M12-Steckverbinder wasserdicht?

Gesteckt und verschraubt erreichen sie in der Regel mindestens IP67, also Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Voraussetzung sind eine intakte Dichtung und das richtige Anzugsdrehmoment.