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Kabelkonfektion: Ablauf, Verfahren und was den Preis bestimmt
Kabelkonfektion verwandelt Leitungen von der Rolle in anschlussfertige Kabel und Kabelbäume. Wir erklären Schritt für Schritt, was dabei passiert, welche Verfahren es gibt – und woran Einkäufer ein gutes Angebot erkennen.

Was ist Kabelkonfektion?
Unter Kabelkonfektion versteht man die Herstellung anschlussfertiger Kabel, Leitungen, Kabelsätze und Kabelbäume nach Kundenvorgabe. Aus Leitungen, Kontakten, Steckverbindern, Dichtungen und Schutzmaterial entstehen Bauteile, die beim Kunden ohne Nacharbeit eingebaut werden können.
Ein Kabelkonfektionär übernimmt dabei nicht nur die Fertigung, sondern oft auch Materialbeschaffung, Prüfung und Dokumentation – bei Powertune auf Wunsch auch die komplette Entwicklung und Konstruktion.
Die Arbeitsschritte im Überblick
- Ablängen: Die Leitung wird auf die Länge aus Zeichnung oder Schneidliste geschnitten.
- Abisolieren: Die Isolation wird auf festgelegter Länge entfernt, ohne die Litzen zu verletzen. Bei Mantelleitungen wird zusätzlich der Mantel abgesetzt.
- Dichtung setzen: Bei abgedichteten Steckverbindern kommt vor dem Crimpen eine Einzeladerabdichtung auf die Leitung.
- Crimpen: Der Kontakt wird mit einem Werkzeug unlösbar mit dem Leiter verpresst.
- Weitere Verbindungen: Löten, Verzinnen oder Ultraschallschweißen, je nach Anwendung.
- Montage: Kontakte werden in Steckergehäuse gesteckt, Leitungen gebündelt, geschützt und gekennzeichnet – bei Kabelbäumen am Formbrett.
- Prüfung: elektrische Prüfung auf Durchgang, Kurzschluss und richtige Belegung, je nach Anforderung weitere Prüfungen.
Wie diese Schritte in unserem Werk in Kitzingen ablaufen, zeigt die Seite Maschinenpark.
Vollautomat, Halbautomat oder Handarbeit?
Welche Anlage zum Einsatz kommt, hängt vor allem von Stückzahl, Leitung und Kontakt ab. Kabelvollautomaten längen ab, isolieren ab, setzen Dichtungen und crimpen in einem Durchlauf – ideal für wiederkehrende Leitungen in größeren Stückzahlen. Halbautomaten übernehmen einzelne Schritte, während ein Mitarbeiter die Leitung zuführt; sie rüsten schnell um und eignen sich für Muster und kleine Lose.
Große Querschnitte, Kabelschuhe, Sonderkontakte und die Endmontage von Kabelbäumen bleiben Handarbeit – mit dem passenden Werkzeug und derselben Prüfung wie in der Serie.
Was den Preis einer Kabelkonfektion bestimmt
Seriöse Preise lassen sich erst nennen, wenn Zeichnung, Stückliste oder Muster vorliegen. Diese Faktoren beeinflussen den Aufwand am stärksten:
- Stückzahl und Losgröße – der Rüstaufwand verteilt sich auf mehr Teile
- Anzahl der Leitungen, Kontakte und Abzweige
- Kontakt- und Steckverbindertyp, Dichtungen und Sonderteile
- Verfügbarkeit des Materials und Mindestmengen der Hersteller
- Schutz und Kennzeichnung: Wellrohr, Geflecht, Schrumpfschlauch, Beschriftung
- Prüfumfang und Dokumentation, zum Beispiel Hochspannungsprüfung oder PPAP
Unser Tipp: Nennen Sie in der Anfrage realistische Jahresmengen und Abrufgrößen. So lassen sich Material und Fertigung wirtschaftlich planen.
Woran man einen guten Kabelkonfektionär erkennt
- Prozessüberwachung beim Crimpen, zum Beispiel eine Crimpkraftüberwachung
- Elektrische Prüfung jedes Kabelbaums und Prüfprotokolle auf Wunsch
- Rückverfolgbarkeit von Material und Prozess
- Eigene Konstruktion oder zumindest technische Beratung zu Leitungen und Steckverbindern
- Flexibilität vom Muster bis zur Serie, ohne den Lieferanten wechseln zu müssen
- Ein zertifiziertes Qualitätsmanagement, zum Beispiel nach ISO 9001
Wie Powertune diese Punkte umsetzt, lesen Sie unter Kabelkonfektion und Prüfung & Dokumentation.


