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Crimpqualität prüfen: Crimphöhe, Abzugskraft, Schliffbild und Kraftüberwachung
Ein Crimp sieht von außen oft gut aus, auch wenn er es nicht ist. Diese Prüfmethoden zeigen, ob Leiter und Kontakt wirklich zuverlässig verbunden sind.

Merkmale eines guten Crimps
- Alle Einzeldrähte liegen im Leitercrimp, keine Drähte außerhalb
- Die Isolation endet vor dem Leitercrimp und wird vom Isolationscrimp gehalten
- Die Litze ist sichtbar, steht aber nicht zu weit über den Crimp hinaus
- Crimphöhe und Crimpbreite liegen in der Toleranz des Kontaktherstellers
- Keine Grate, Risse oder Verformungen am Kontakt
Crimphöhe
Die Crimphöhe ist das wichtigste Maß eines Crimps. Sie wird mit einem Messgerät mit speziellen Messspitzen am Leitercrimp gemessen und mit dem Sollwert des Kontaktherstellers verglichen. Ist sie zu groß, sitzt der Leiter lose; ist sie zu klein, werden Drähte gequetscht oder beschädigt.
Abzugskraft
Bei der Abzugskraftprüfung wird der Leiter aus dem Crimp gezogen und die dafür nötige Kraft gemessen. Liegt sie unter dem Mindestwert, hält die Verbindung nicht sicher. Die Prüfung ist zerstörend und wird deshalb stichprobenweise durchgeführt, zum Beispiel beim Einrichten.
Schliffbild
Für ein Schliffbild wird der Crimp quer aufgetrennt, geschliffen und unter dem Mikroskop betrachtet. Man sieht, ob die Drähte gleichmäßig verdichtet sind, ob Hohlräume bleiben und ob die Crimpflanken richtig geschlossen sind. Schliffbilder entstehen typischerweise bei der Freigabe neuer Kombinationen aus Kontakt und Werkzeug und für die Bemusterung.
Crimpkraftüberwachung in der Serie
Weil Crimphöhe, Abzugskraft und Schliffbild nur Stichproben erlauben, wird in der Serie jeder einzelne Crimp über seinen Kraftverlauf überwacht. Weicht die Kurve von der Referenz ab, etwa weil Drähte fehlen oder Isolation mit eingecrimpt wurde, wird die Leitung aussortiert. Bei Powertune überwacht der Kabelvollautomat so jeden Crimp; die Crimphöhe prüfen wir mit einem Crimphöhen-Messgerät.


