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Schirmung im Kabelbaum: Arten, Wirkung und richtiges Auflegen
Ein Schirm schützt empfindliche Signale vor Störungen, aber nur, wenn er richtig ausgewählt und aufgelegt ist. Die wichtigsten Grundlagen für die Konstruktion.

Wozu eine Schirmung dient
Ein Schirm umgibt die Adern einer Leitung mit einer leitfähigen Hülle. Er leitet eingekoppelte Störungen ab, bevor sie das Signal erreichen, und hält umgekehrt Störungen aus der Leitung zurück. Das ist wichtig für Datenleitungen, empfindliche Sensorsignale und Leitungen in der Nähe von Umrichtern, Motoren oder Hochvoltsystemen.
Arten von Schirmen
- Geflechtschirm aus Kupferdrähten: flexibel und wirksam bei niedrigen bis mittleren Frequenzen
- Folienschirm: vollständige Bedeckung, gut bei hohen Frequenzen, mechanisch empfindlicher
- Kombination aus Folie und Geflecht für hohe Anforderungen
- Beidraht zur einfachen Kontaktierung von Folienschirmen
Den Schirm richtig auflegen
Ein Schirm wirkt nur, wenn er niederohmig und möglichst großflächig mit dem Bezugspotenzial verbunden ist, idealerweise rundum am Steckergehäuse oder über eine Schirmklemme, nicht über einen langen Draht. Ob einseitig oder beidseitig aufgelegt wird, hängt von Störquellen, Frequenzen und Masseführung ab und wird in der Konstruktion festgelegt.
- Den Schirm beim Abmanteln nicht beschädigen
- Aufgelegte Enden kurz halten
- Den Schirmübergang am Steckverbinder rundum kontaktieren
- Den Schirmdurchgang elektrisch prüfen
Geschirmte Leitungen bei Powertune
Wir konfektionieren geschirmte Signal-, Daten- und Mehraderleitungen. Mantel- und Mehraderleitungen bearbeitet die Komax Kappa 340 R mit Rotations- und Schlitzeinheit. Wie der Schirm im Projekt aufgelegt und geprüft wird, legen wir in der Konstruktion fest.


