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Hochvolt-Kabelsätze: Anforderungen an Isolation, Schirmung und Prüfung
In Elektro- und Hybridfahrzeugen führen Hochvoltleitungen mehrere hundert Volt und hohe Ströme. Das stellt besondere Anforderungen an Konstruktion, Fertigung und Prüfung.

Was Hochvolt anders macht
Als Hochvolt gelten im Fahrzeug Spannungen oberhalb von 60 Volt Gleichspannung beziehungsweise 30 Volt Wechselspannung. In Elektro- und Hybridfahrzeugen liegen die Spannungen typischerweise bei mehreren hundert Volt. Damit rücken Isolationsfestigkeit, Berührungsschutz und elektromagnetische Verträglichkeit in den Vordergrund; die hohen Ströme verlangen große Querschnitte und sorgfältig ausgelegte Kontakte.
Typische Merkmale
- Leitungen mit verstärkter Isolation, im Fahrzeug üblicherweise orange gekennzeichnet
- Geschirmte Leitungen und Steckverbinder mit durchgängig kontaktiertem Schirm
- Steckverbinder mit Berührungsschutz und häufig einer Sicherheitsschleife (HVIL)
- Große Querschnitte und für den Strom ausgelegte Kontaktsysteme
- Sichere räumliche Trennung von Hoch- und Niedervoltleitungen
Prüfung von Hochvolt-Kabelsätzen
Neben Durchgang und Kurzschluss gehört bei Hochvolt eine Prüfung der Isolationsfestigkeit dazu, mit Prüfspannungen deutlich oberhalb der Betriebsspannung. Je nach Spezifikation kommen Isolationswiderstand, Schirmdurchgang und die Prüfung der Sicherheitsschleife hinzu. Prüfspannung und Umfang legt die Spezifikation des Kunden fest.
Einen Überblick über alle Prüfarten gibt der Artikel Kabelbaum prüfen.
Hochvolt bei Powertune
Wir liefern Hochvolt-Kabelsätze mit Isolationskonzept, Abschirmung und sicherer Trennung von Hoch- und Niedervolt. Dafür verarbeiten wir Querschnitte bis 70 mm², bei Bedarf bis 95 mm². Den Prüfumfang einschließlich Hochspannungsprüfung legen wir projektbezogen fest. Mehr unter Kabelbäume für die Automobilindustrie.


