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Fahrzeugleitungen FLRY und Co.: die wichtigsten Leitungstypen im Kabelbaum
In Fahrzeugkabelbäumen stecken spezielle, dünnwandige Leitungen mit eigener Kurzbezeichnung. Was hinter FLRY und verwandten Typen steckt und wie Sie den passenden Leitungstyp wählen.

Was FLRY bedeutet
FLRY ist die Kurzbezeichnung für eine verbreitete Fahrzeugleitung: F steht für Fahrzeugleitung, L für Litze, R für reduzierte Wandstärke und Y für eine Isolation aus PVC. Die dünne Wand spart Gewicht und Platz im Kabelbaum. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich dieser Leitungstyp im Bordnetz durchgesetzt hat. Die Anforderungen an solche Leitungen sind international genormt.
FLRY-A und FLRY-B
Der Buchstabe nach dem Bindestrich beschreibt den Leiteraufbau. FLRY-A hat einen Standardaufbau, FLRY-B einen feindrähtigeren und damit flexibleren Leiter. Die flexiblere Variante eignet sich für Leitungen, die sich bewegen oder eng verlegt werden; der Standardaufbau ist oft wirtschaftlicher. Welche Variante ein Kontakt aufnehmen darf, geben die Kontakthersteller an.
Weitere Leitungstypen
- Fahrzeugleitungen mit normaler Wandstärke für höhere mechanische Belastung
- Mantelleitungen, bei denen mehrere Adern von einem gemeinsamen Mantel geschützt werden
- Geschirmte Leitungen für Daten- und Sensorsignale
- Leitungen aus vernetzten oder halogenfreien Werkstoffen für höhere Temperaturen oder besondere Brandschutzanforderungen
- Hochvoltleitungen mit verstärkter Isolation und Schirm
Den passenden Leitungstyp wählen
- Temperaturklasse passend zum Einbauort, etwa im Motorraum
- Querschnitt nach Strombelastbarkeit und Spannungsfall
- Flexibilität bei Bewegung oder engen Radien
- Beständigkeit gegen Öl, Kraftstoff und Reinigungsmittel
- Freigabe für die verwendeten Kontakte und Dichtungen
Wie Sie den Querschnitt berechnen, lesen Sie im Artikel Leitungsquerschnitt richtig wählen. Den passenden Leitungstyp legen wir bei Bedarf in der Konstruktion fest.


