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CAN-Bus-Kabelsätze: Verdrillung, Abschluss und Schirmung richtig umsetzen
Sensoren, Steuergeräte und Anbaugeräte kommunizieren in Fahrzeugen, Landmaschinen und Anlagen häufig über CAN. Ob der Bus stabil läuft, entscheidet auch die Verkabelung.

Wie CAN die Daten überträgt
CAN überträgt Daten differenziell über zwei Leitungen, CAN-High und CAN-Low. Der Empfänger wertet die Spannungsdifferenz zwischen beiden aus; Störungen, die beide Leitungen gleich treffen, heben sich dabei weitgehend auf. Damit das funktioniert, müssen die Leitungen eng beieinander geführt werden. Deshalb werden sie verdrillt.
Was die Verkabelung leisten muss
- Verdrillte Leitungen für CAN-High und CAN-Low mit einem Wellenwiderstand von etwa 120 Ω
- Abschlusswiderstände von 120 Ω an den beiden Enden des Busses
- Eine Linienstruktur mit möglichst kurzen Stichleitungen zu den Teilnehmern
- Je nach Umgebung geschirmte Leitungen mit sauber aufgelegtem Schirm
- Steckverbinder und Kontakte, die zur Umgebung passen (oft abgedichtet)
Typische Fehlerquellen
- Fehlender oder doppelter Abschlusswiderstand
- Zu lange Stichleitungen oder eine Sternstruktur
- Aufgedrehte Verdrillung an Steckverbindern und Splices
- Vertauschte Adern von CAN-High und CAN-Low
- Feuchtigkeit in nicht abgedichteten Steckverbindungen
Viele dieser Fehler lassen sich schon in der Konstruktion vermeiden. Die elektrische Prüfung deckt vertauschte Adern, Unterbrechungen und Kurzschlüsse vor der Auslieferung auf.
CAN-Bus-Sätze bei Powertune
Wir fertigen CAN-Bus-Sensorsätze in Serie, unter anderem für die Agrartechnik. Verdrillte Leitungen entstehen auf der Verdrillmaschine Komax BT 188 T, Einzeladerabdichtungen werden maschinell gesetzt, und jeder Satz wird elektrisch geprüft.


