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Kabelkonfektion auslagern: wann sich Make-or-Buy lohnt
Selbst konfektionieren oder einkaufen? Die Frage stellt sich vielen Herstellern. Der Stückpreis ist dabei nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend sind Know-how, Einkauf, Anlagen und Prüfung.

Die Ausgangsfrage: selbst machen oder einkaufen?
Viele Hersteller konfektionieren Leitungen zunächst selbst: ein paar Kabel für den Prototyp, eine Handvoll Kabelsätze für die erste Kleinserie. Wächst der Bedarf, stellt sich die Frage, ob sich die Eigenfertigung auf Dauer rechnet oder ob ein Kabelkonfektionär das besser und günstiger kann.
Für die Antwort lohnt ein Blick auf die Gesamtkosten: Neben Material und Arbeitszeit gehören Werkzeuge, Maschinen, Prüfmittel, Qualifizierung, Ausschuss und der Aufwand für Nachweise dazu.
Was für das Auslagern spricht
- Know-how: Welcher Kontakt zu welchem Querschnitt passt, welche Crimphöhe gilt und wie ein Kabelbaum prüfgerecht aufgebaut wird, ist Erfahrungssache.
- Einkauf: Ein Kabelkonfektionär kauft Leitungen, Kontakte und Steckverbinder in größeren Mengen und für viele Kunden ein. Das senkt Preise und verkürzt Beschaffungszeiten.
- Maschinenpark: Kabelvollautomaten, Halbautomaten, Crimpwerkzeuge für jedes Kontaktsystem, Ultraschallschweißen und Prüfsysteme kosten viel Geld. Sie rechnen sich erst bei hoher Auslastung.
- Synergien: Weil die Anlagen für viele Aufträge laufen, verteilen sich Rüst- und Anschaffungskosten auf große Mengen.
- Prozesssicherheit: Überwachte Crimps, die elektrische Prüfung jedes Kabelbaums und lückenlose Rückverfolgbarkeit gehören beim Spezialisten zum Standard.
- Freie Kapazität: Ihr Team konzentriert sich auf Entwicklung und Montage des eigenen Produkts.
Wann die Eigenfertigung sinnvoll bleiben kann
Einfache Einzelleitungen in kleinen Mengen, die direkt an der Montagelinie angepasst werden, lassen sich oft gut im eigenen Haus fertigen. Auch für einzelne Reparaturen oder Anpassungen im Feld braucht es keinen Lieferanten.
Sobald Crimpkontakte in Serie, abgedichtete Steckverbinder, Nachweise für Ihre Kunden oder viele Varianten ins Spiel kommen, kippt die Rechnung meist zugunsten des Spezialisten.
Woran Sie einen guten Kabelkonfektionär erkennen
- Überwachte Prozesse: Crimpkraftüberwachung und gemessene Crimphöhe
- Elektrische Prüfung jedes Kabelbaums, Prüfprotokolle auf Wunsch
- Qualitätsmanagement, zum Beispiel nach ISO 9001, und lückenlose Rückverfolgbarkeit
- Eigene Konstruktion für Zeichnung, Stückliste und Änderungen
- Muster, Kleinserie und Serie aus einer Hand
- Offenheit: Werksbesichtigung und Lieferantenaudit sind möglich
Kabelkonfektion bei Powertune
Seit 2006 fertigen wir in Kitzingen Kabelsätze und Kabelbäume für 493 Kunden (Stand September 2026). Unser Maschinenpark reicht vom Kabelvollautomaten Komax Gamma 450 bis zur Ultraschall-Schweißanlage, und jeder Kabelbaum wird elektrisch geprüft. Wir verarbeiten Querschnitte von 0,013 bis 70 mm², bei Bedarf bis 95 mm².
Material, das Sie selbst beziehen, können Sie uns beistellen, bei Baugruppen auch die Geräte, in die wir die Kabelbäume einbauen. Für wiederkehrenden Bedarf gibt es Rahmenverträge mit Abrufen oder Kanban-Regale. Ein Angebot erhalten Sie in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen.
Wie ein Projekt bei uns abläuft, zeigt die Seite So läuft ein Projekt ab. Was in Ihre Anfrage gehört, fasst die Anfrage-Checkliste zusammen.


