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Ultraschall statt Löten: warum wir Litzen verschweißen
Wo mehrere Leitungen an einem Punkt zusammenkommen, verbinden wir die Litzen per Ultraschall. Das Ergebnis ist ein kompakter Knoten ohne Lot und ohne Hülse.

So funktioniert es
Beim Ultraschallschweißen werden die blanken Litzen zwischen Sonotrode und Amboss gepresst und mit hochfrequenten Schwingungen bewegt. Die Oberflächen reiben aneinander, Oxidschichten brechen auf, und die Drähte verbinden sich im festen Zustand, ohne dass das Metall schmilzt.
Die Vorteile gegenüber dem Löten
- Kein Lot und kein Flussmittel im Kabelbaum
- Keine steife Lötzone, die bei Vibration zur Bruchstelle werden kann
- Kompakte Knoten, die sich gut isolieren und schützen lassen
- Kupfer, Aluminium und Mischverbindungen möglich
- Prozessdaten zu jeder Schweißung
Gelötet wird bei uns weiterhin dort, wo Bauteile oder Leiterplatten es verlangen.
Unsere Anlage
Seit 2023 schweißen wir mit einer Schunk Minic-III. Laut Hersteller verarbeitet sie Schweißquerschnitte von 0,26 bis 30 mm², erfasst die Prozessdaten jeder Schweißung und misst die Geometrie des Knotens mit einem digitalen Wegmesssystem.
Wie ein Splice aufgebaut ist und geprüft wird, erklärt der Fachartikel Ultraschall-Splice im Kabelbaum.


